Gut Ding braucht Weile I: Der Blumenkohl

Es gibt Dinge, die mit viel Zeit einfach besser werden.  So ist es auch bei diesem Blumenkohl: Er verbringt mindestens 90 Minuten im Ofen. Zurzeit liegen lange Back- und Kochverfahren sehr im Trend. Beim Niedergaren z.B. werden Fleisch und Gemüse bei niedrigen Temperaturen langsam gegart. Yotam Ottolenghi hat ein paar Rezepte entwickelt, bei denen man fast nichts machen muss, außer genug Zeit vor dem Essen einzuplanen. Der Blumenkohl gehört zu diesen Rezepten.

Blumenkohl ist im Moment mein absolutes Star-Gemüse. Ich esse es in jeder Form unglaublich gerne: Die Röschen mit Olivenöl beträufelt als Ofengemüse, gekocht und gestampft anstelle eines Kartoffelpürees, als Suppe, als Salat und und und! Aber dieses Rezept ist eindeutig mein Favorit! Als ich in dem Israelischen Streetfood Lokal Miznon zum ersten Mal ihre Spezialität – einen ganzen gegrillten Karfiol – bestellt habe, war ich im Blumenkohl-Himmel. Weil ich mein Lieblingsgemüse nicht nur in einem Lokal genießen will, musste ein Rezept her. In einer Google-Session bin ich dann auf Ottolenghis Blumenkohl gestoßen, hab ihn zwei Tage später ausprobiert und war sofort begeistert. Dieses Rezept gehört in jede Sammlung und ist perfekt für eine Einladung, weil es schnell vorbereitet ist und dann nur noch vor sich hin schmoren muss.

Zutaten:

1 großer Blumenkohl

60 g Butter

3 EL Olivenöl

2-3 EL Grobes Meersalz

150 g Crème fraîche

3 EL Zitronensaft

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Zubereitung: 

Ein großer (!) Topf mit Wasser und einer Prise Salz aufsetzen. Die Blätter des Blumenkohls auf eine Länge von 1 cm abschneiden. Es wäre schade, sie ganz wegzuschneiden, da sie schön knusprig werden. Den Blumenkohl vorsichtig waschen. Wenn das Wasser kocht, den Blumenkohl kopfüber in den Topf geben. Es macht nichts, wenn er nicht vollständig mit Wasser bedeckt ist. Wenn das Wasser wieder aufkocht, bleibt der Blumenkohl für 6 Minuten im Wasser. Danach kann man ihn rausnehmen und ihn kopfüber auf einem Gitterrost über dem Waschbecken für ein paar Minuten (5-10) abtropfen lassen. In der Zwischenzeit den Butter bei niedriger Hitze schmelzen und dann mit dem Olivenöl vermischen. Jetzt kann auch die Crème fraîche vorbereitet werden: Die Crème fraîche mit 3 EL frisch gepresstem Zitronensaft vermischen und kalt stellen bis der Kohl fertig ist. Den Blumenkohl in eine große Backform geben und mit dem grobkörnigen Salz gleichmässig einreiben. Bevor der Blumenkohl in den auf 170 Grad vorgeheizten Ofen kommt, wird er zum ersten Mal mit der Butter-Olivenöl-Mischung eingepinselt. Wenn er im Ofen ist, wird er noch zwei Mal mit dieser Flüssigkeit eingestrichen: das erste Mal nach einer halben Stunde, das zweite Mal, wenn er schon eine Stunde im Ofen war. Wer den Blumenkohl für 2 Stunden backen will, kann ihn auch ein viertes Mal nach 90 Minuten bepinseln. Serviert wird der Blumenkohl auf einer großen Platte, so dass sich jeder am Tisch so viel davon abschneiden kann, wie er möchte. Die Crème fraîche dazu macht das Ganze schön frisch und cremig.

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6 Gedanken zu “Gut Ding braucht Weile I: Der Blumenkohl

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